Hermann Frohn

Dipl. Volkswirt, Jahrgang 1935.

Marktforschungsberater BVM, nach dem Examen Ausbildung als Marktforscher bei einem Münchener Marktforschungsinstitut. Dann berufstätig zunächst bei einem Presseverband, anschließend Marketing und Marktforschung für Nahrungsmittel.
Seit Anfang der 70er- Jahre Mitglied im” team europe΄”, ein Rednerteam das Institutionen zur Verfügung steht zum Thema EU – Angelegenheiten.
Schwerpunkte EU-Agrarmarkt, Ernährung in der EU, Verbraucherverhalten und -images der EU-Bürger, Erweiterung und Arbeitsweise der EU-Gremien.

Zusammenfassung des Referats zum Europatag am 7.5.09 in Saarbrücken.
Thema: Entwicklung der EU nach Nizza. – Stillstand oder Lissabon?

Das Ratifikationsverfahren für Lissabon gestaltet sich sehr schwierig. Der vorgesehene Zeitplan ist längst überholt. Eine Gegenüberstellung des Vertrags von Nizza aus dem Jahr 2001 mit dem Vorschlag des Vertrags von Lissabon vom Herbst 2008 zeigt eine posiive Weiterentwicklung für den Fall das Lissabon in Kraft treten würde. Die Kompetenzverteilung selbst würde sich nach Lissabon im Vergleich zu Nizza kaum ändern. Eine deutlich positive Entwicklung wäre dagegen für das Europäische Parlament gegeben. Auch die Arbeitsweise des Europäischen Rats der Staats- und Regierungschefs, des Ministerrats und der Kommission würde verbessert. Wichtig sind auch die Verknüpfungen der EU-Organe untereinander durch personelle “Verschachtelungen”. So könnte nach Lissabon das Parlament der Kommission das Misstrauen aussprechen.
Selbst wenn Lissabon scheitert, da die Einstimmigkeit nicht zu erzielen ist, gibt es Strategien, wie wir und die EU mit “Nizza “weiterleben” können.