Atelier Menschenrechte

[14.30 Uhr- 16.00 Uhr, Geb. B4.1, Raum 103]

Menschenrechte und ökonomische Interessen: Brain Drain in, aus oder nach Europa ?

Prof. Dr. Klaus J. Bade

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht das Problemfeld des Brain Drain, das ja nicht nur in Europa ein zunehmend wichtiges Ziel nationaler Interessenpolitik darstellt, die sich alle um die Rekrutierung von High Potentials aus anderen Ländern bemühen. Die Kehrseite dieses internationalen Wettbewerbs ist dann sehr problematisch, verlieren doch auf diese Weise wenig entwickelte Länder ihre zukünftigen Eliten und damit auch ihre Chancen, ihre wirtschaftliche Misere zu überwinden.

Zurzeit ist – auf europäischer Ebene – Deutschland eher ein Verlierer, während die Schweiz gewinnt. Im globalen Wettbewerb sind die europä-ischen Länder insgesamt wiederum die Gewinner in diesem Kampf. Da streiten sich dann heute die ‚Migrationspessimisten’ (brain drain) und die ’Migrationsoptimisten’ (brain gain by remigration of ideas & remittances) über die Folgen.
Diese Problematik wird auch im Jahresgutachten 2011 des Sachverständigenrates erörtert, das am 13. April 2011 vorgestellt wird. Prof. Bade bittet darum, dass sich die Teilnehmer des Ateliers mit diesen Gutachten www.svr-migration.de vor dem Europa-Tag vertraut machen.