Atelier Soziologie

[16.15 Uhr - 17.45 Uhr, Geb. B4.1, Raum 103]

„Teilhabe – ein Zugeständnis unter Vorbehalt? Migrantinnen und Migranten aus Sicht der Soziologie“

Vortrag: Prof. Dr. Annette Treibel

Kommentar: Melike Selcuk

Annette Treibel skizziert den soziologischen Forschungsstand zu Zuwanderung als sozialem Prozess. Bei der Frage nach der sozialen Teilhabe geht es vor allem um das Verhältnis von Einheimischen und Zugewanderten und deren Nachkommen. Der Vortrag weist auf systematische Muster der wechselseitigen Wahrnehmung und die Bedeutung von Macht- und Statusunterschieden hin.
Melike Selcuk geht in ihrem Kommentar auf die Schwierigkeiten der Benennung ein: Wann endet denn der sogenannte Migrationshintergrund? Ist die Migrationssoziologie nicht in die Allgemeine Soziologie zu integrieren?

Prof. Dr. Annette Treibel
ist seit 1996 an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe tätig und leitet dort die Abteilung für Soziologie des Instituts für Sozialwissenschaften.
Ihre wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themengebieten Soziologische Theorien, Migration, Geschlechterforschung und Zivilisationstheorie.
Sie ist seit 2005 Mitglied des Konzils der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und seit Dezember 2010 Mitglied des Vorstands der Sektion Migration und ethnische Minderheiten der DGS. Im Februar 2011 wurde sie in den Rat für Migration berufen.

Melike Selcuk
ist studentische Mitarbeiterin der Abteilung Soziologie des Instituts für Sozialwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Sie beschäftigt sich u.a. mit dem Begriff Migration und den gesellschaftlichen (Aus)wirkungen von Begriffen wie “Menschen mit Migrationshintergrund”. Sowie mit der Frage nach ethnischer Zugehörigkeit und Identität, aber auch mit den gesellschaftlichen Folgen und Problemen durch Migration wie der Bildungsbenachteiligung von Migranten.